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Neue Stadtquartiere für die wachsende Stadt

Senator Geisel stellt 12 große Wohnungsbaustandorte vor

Die Attraktivität Berlins und das Bevölkerungswachstum sind ungebrochen. Allein in den letzten fünf Jahren ist die Einwohnerzahl um 220.000 gestiegen; ein Ende des Trends ist bislang nicht abzusehen. Mit dem schnellen Wachstum der Stadt sind die vor wenigen Jahren noch vorhandenen Wohnungsmarkt-Reserven aufgezehrt. Der Wohnungsmarkt ist mittlerweile in der gesamten Stadt sehr angespannt. Berlin steht vor der großen Herausforderung, sehr schnell viele und vor allem preisgünstige Wohnungen zu bauen – und dabei eine lebenswerte Stadt zu bleiben.

Um den akuten Bedarf zu decken, sind jedes Jahr 15.000 bis 20.000 Wohnungen notwendig. Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, hat am 15.04.2016 12 große Wohnungsbaustandorte vorgestellt, auf denen ein wichtiger Teil dieses Wachstums stattfinden soll. Diese Stadtquartiere sind geplant:

  • Elisabeth-Aue in Pankow-Blankenfelde
  • Blankenburger Pflasterweg/Heinersdorf in Pankow
  • Cluster Buch in Pankow
  • Michelangelostraße in Prenzlauer Berg
  • Johannisthal/Adlershof in Treptow
  • Cluster Köpenick in Köpenick
  • Buckower Felder in Neukölln
  • Lichterfelde-Süd in Steglitz
  • Wasserstadt Oberhavel in Spandau
  • Gartenfeld in Spandau-Siemensstadt
  • Schumacher Quartier in Reinickendorf-Tegel
  • Europacity/Lehrter Straße in Mitte-Moabit

Diese – bis auf die Europacity, Wasserstadt und Adlershof – neu zu entwickelnden Quartiere sollen Heimat für 100.000 Berlinerinnen und Berliner bieten. Sie werden in der Regel jeweils etwa 3.000 bis 5.000 Wohnungen umfassen. Das macht sie ökonomisch tragfähig und schafft einen Mehrwert für ihre Nachbarschaften – weil nur bei dieser Größe eigene Schulen und andere soziale Infrastruktur für die Quartiere geschaffen werden können.

Berlins Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel betonte bei der Vorstellung der neuen Standorte: „Die neuen Stadtquartiere sollen lebendige Kieze werden, in denen die Leute gerne wohnen, arbeiten und leben. Die städtebauliche und soziale Qualität sowie die Integration in die angrenzende Nachbarschaft sind hierbei entscheidend. Wir wollen aus dem Erbe des Siedlungsbaus der 1920er Jahre lernen und es mit dem Leitbild der gemischten Stadt verknüpfen, das wir gerade in den Gründerzeitquartieren finden.“

Die neuen Stadtquartiere würden relativ dicht bebaut, sagte der Staatssekretär für Bauen und Wohnen Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, sie seien aber gut mit Freiräumen ausgestattet. „Die Identität der neuen Stadtquartiere beruht auf ihren gestalterischen Qualitäten und ihrer sozialen Vielfalt. Sie sind robust und imstande, sich veränderten Anforderungen anzupassen. Sie sind klimafreundlich und weitgehend barrierefrei. Die neuen Quartiere sollen alle sozialen Schichten und Altersgruppen ansprechen.“

Um eine stabile Sozialstruktur zu erreichen werden landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, Baugruppen und private Unternehmen als Bauherren einbezogen. Der Anteil von 30% Sozialwohnungen trägt zur Berliner Mischung bei und folgt dem wohnungspolitischen Ziel, bezahlbaren Wohnraum in allen Teilen der Stadt zu schaffen.

„Mischung heißt auch Arbeitsplätze“, betonte Senator Andreas Geisel. „Neben dem guten Zugang zum gesamtstädtischen Arbeitsmarkt ist lokales Gewerbe wichtig. Nicht nur der örtliche Bäcker – auch Büros, Dienstleistungen, spezialisierte Werkstätten oder auch Kunst und Kultur müssen sich dort ansiedeln. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir den Erdgeschossnutzungen. Dort spielt sich städtisches Leben ab.“

Laut Staatssekretär Lütke Daldrup sollen die Stadtquartiere gut an den ÖPNV angebunden und im Inneren vor allem fußläufig erschlossen sein. Sie bieten dem Fahrradverkehr attraktive und vernetzte Wege und unterstützen neue Formen der Mobilität wie zum Beispiel Car-Sharing.

„Das erfordert eine gewisse Dichte der Bebauung mit vier bis sieben Geschossen, aber auch einladende Freiräume. Wesentlich sind attraktive Grünvernetzungen mit der Nachbarschaft. Freiräume öffnen Chancen für soziale Aktivitäten und vielfältige Möglichkeiten der Nutzung, Mitgestaltung und Aneignung. Wir bauen die Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“, sagte Lütke Daldrup.

Quelle: Pressemitteilung vom 15.04.2016, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Fotografien: Buckower Felder – Thomas Gielow, April 2016

Buckower Felder 02

Pferdekoppel am Stadtrand in Buckow

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