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Schloss Charlottenburg

Nach und nach wird derzeit die überarbeitete Hülle des Neuen Flügels und des Küchenflügels von Bauplanen und Gerüsten befreit. Da das Schloss Charlottenburg zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins gehört, bleiben wesentliche Teile des Schlosses während der bis 2017 andauernden Sanierungsarbeiten immer für die Besucher geöffnet. Bei der Hüllensanierung des Neuen Flügels wurden die raumhohen Fenster überarbeitet und bauphysikalisch ertüchtigt, Reparaturen an Naturstein- und Putzoberflächen der Fassade sowie an den schmiedeeisernen Ziergittern ausgeführt und die Dacheindeckung komplett erneuert. Eine besondere Herausforderung waren die statischen Sicherungen am Traufgesims und am Sockel der Ziervasen auf der Attika. Schließlich erhielten die Fassaden einen neuen Anstrich, der dem Neuen Flügel seine edle Ausstrahlung gibt. Unsichtbar für Besucher bleiben wichtige Maßnahmen unter dem Dach. Dazu gehören neben der Dämmung der Geschossdecke zum Dach auch die Erneuerung der raumlufttechnischen Anlagen zur Beheizung der beiden großen Säle; Weißer Saal und Goldene Galerie. Im Weißen Saal wurde außerdem die Zeit genutzt, das durch Wasserschäden in Mitleidenschaft gezogen Deckengemälde Hann Triers aus dem Jahre 1974 zu restaurieren. Im Kellergeschoss wird die technische Infrastruktur mit dem Schwerpunkt zur Einsparung von Primärenergie überarbeitet, teilweise erneuert und neu strukturiert. In diesem Zusammenhang werden auch umfangreiche Maßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz, wie das Trennen der Kellerbereiche in Brandabschnitte, die flächendeckende Brandüberwachung sowie die Ertüchtigung der Wand- und Deckendurchdringungen der Installationen durchgeführt.

Das Schloss Charlottenburg ist mit Orangerie, Schlosspark und Nebenbauten die größte Schlossanlage Berlins. Im Lauf der Geschichte wurde es viele Male umgebaut und erweitert und zeigt komprimiert die Entwicklung des Zeitgeschmacks. Das Schloss Charlottenburg wurde in den Jahren 1695 bis 1699 nach Entwürfen des Architekten J. Arnold Nering gebaut. Es war zunächst als ein kleines Garten- und Lustschlösschen für die Gemahlin des Kurfürsten Friedrich III., Sophie Charlotte, gedacht. Nach der Krönung des Kurfürsten im Jahre 1701 zum ersten König in Preußen wurde das Schloss durch den Architekten Eosander v. Göthe zu einem mehr repräsentativen Sitz nach Versailler Vorbild ausgebaut. Der zentrale Mittelbau mit seinen elf Fensterachsen wurde nun durch Seitenflügel ergänzt und es entstand ein Cour d´honneur, ein Ehrenhof. Auch kam in dieser Phase das wohl charakteristischste Bauelement des Schlosses hinzu: die etwas zu groß geratene Kuppel.

Quellen:

https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3561308-3558930-schloss-charlottenburg.html

https://www.berlin.de/tourismus/nachrichten/3653432-1721038-schloss-charlottenburg-sanierung-des-neu.html

Fotografien: Thomas Gielow – 2015 ;

Schloss Charlottenburg: https://tomdot.files.wordpress.com/2013/02/schloss-charlottenburg.jpg

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