Luftbrückendenkmal

Das Luftbrückendenkmal, im Volksmund »Hungerharke« genannt, entstand in Dankbarkeit für die Versorgung der West-Berliner mit Hilfe der Luftbrücke der West-Alliierten während der Blockade durch die Sowjetunion vom Juni 1948 bis zum Mai 1949.

Am 12. Mai 1949 endete die fast einjährige Blockade der West-Berliner Sektoren durch die Sowjetunion. Zum Dank an die westlichen Alliierten für die Versorgung Berlins durch die Luftbrücke führte der Magistrat von Berlin zusammen mit der Stadtverordnetenversammlung und dem Bezirksamt Tempelhof einen offenen Wettbewerb für die Gestaltung eines Luftbrückendenkmals durch. Bereits am 10. Juli 1951 weihte man das von Eduard Ludwig entworfene Denkmal auf dem Platz der Luftbrücke ein. Das 20 Meter hohe Denkmal aus Stahlbeton erinnert an die amerikanischen und britischen Flieger sowie die deutschen Arbeiter, die während der Luftbrücke ums Leben kamen. Alljährlich finden am Denkmal Feierlichkeiten und Kranzniederlegungen zum 12. Mai statt.

Die drei Streben („Krallen“) des als Bogenansatz nach Westen ausgerichteten Denkmals stehen sinnbildlich für die drei Luftkorridore zwischen West-Berlin und der damaligen Trizone (spätere Bundesrepublik Deutschland). Die Inschrift am Rundsockel lautet: „Sie gaben ihr Leben für die Freiheit Berlins im Dienste der Luftbrücke 1948/1949“. Darunter sind die Dienstgrade und Namen aller bei den Unfällen Verstorbenen verzeichnet.
Bei der Schließung des Flughafens Ende Oktober 2008 blieben die beiden letzten Starts ob der Luftbrücken-Historie an diesem Flughafen einem Rosinenbomber Douglas DC-3 und der Junkers Ju 52/3m „Berlin-Tempelhof“ der Deutschen Lufthansa vorbehalten.

Das Berliner Mahnmal war ursprünglich als Einzelstück geplant. Zur Berliner Skulptur korrespondierende Duplikate wurden im Jahr 1985 an der ehemaligen Rhein-Main Air Base auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens sowie – in etwas kleinerer Ausführung – bei der ehemaligen Royal-Air-Force-Station Celle – heute Heeresflugplatz Celle geschaffen.

Quellen:

Fotografien: Thomas Gielow, Mai 2016

Der „Rosinenbomber“ Hastings TG 503

Fotografien: Thomas Gielow, November 2011

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