Architektur / Landschaft / Streetart

Beiträge mit Schlagwort “Architektur

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Look Up, Upper West


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Elbphilharmonie


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Restaurant Fischerhaus – Hamburg Altona


Fischmarkt 17

Inschrift: „Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit. Und neues Leben blüht aus den Ruinen.“

„Zirkel, Winkel, Winkelwaage (Vorform der Wasserwaage) und auch das Lot (Bleilot, Senkblei) sind die typischen Symbole der Freimaurer. All diese Symbole sind den historischen „alten und freien“ Baubruderschaften entlehnt, welche im Mittelalter vorwiegend für den Bau der sakralen Bauwerke zuständig waren. Die typischen Symbole der heutigen Freimaurer (welche dem Bauhandwerk der alten Bauhütten entstammen) dienen nicht, wie oft vermutet, der geheimen Erkennung untereinander, sondern haben eine andere Funktion. Diese Bildzeichen sollen in deren Betrachtung das eigenständige und freie Denken anregen, denn die Freimaurerei gibt ihren Mitgliedern keine fertigen Morallehren vor.

Das Symbol des Winkels erinnert dabei an die Einhaltung der gesellschaftlichen Regeln und an die Ordnung, ohne die keine Gemeinschaft Bestand hat. Der Zirkel (Symbol des Kreises) trennt den Innenkreis vom Außenkreis – den persönlichen inneren Freiraum den jeder Mensch benötigt, wenn er im Äußeren tätig werden will, wobei der Mittelpunkt des Kreises, den religiösen Glauben, als Lebensfundament nicht ausschließt, sondern umschließt. Der Zirkel ist unter anderem Symbol für den Kreis, also Sinnzeichen für das Geistige. Das Dreieck (als Grundform des Vierecks) ist Zeichen für die Welt – für die Materie. Hier ist die Winkelwaage (Vorläufer der Wasserwaage) zu sehen, die später in die Symbolik der Freimaurer aufgenommen wurde.

Das Dreieck (als Grundform des Vierecks) ist Zeichen für die Welt – für die Materie. Auch das Messinstrument, die Winkelwaage (Vorläufer der Wasserwaage) ist ein typisches Freimaurersymbol und hochinteressant. Die Winkelwaage steht für das Zusammenfinden der Brüder auf gleicher Augenhöhe – für die Aufhebung der Standesunterschiede in der Loge. Übrigens ist der Gedanke, einen Raum zu schaffen, in dem die Unterscheide der Gesellschaft wenigstens für ein Zeit lang aufgehoben sind, auch in der japanischen Kultur zu finden. Dort hat sich in der Teezeremonie ein fast identisches Ritual gebildet, was lediglich mit anderen Formen und Bildern arbeitet. Wenn ein Nicht-Freimaurer einmal die Stimmung einer hiesigen Maurer-Tempelarbeit erleben möchte, der kann dies tun, indem er einmal an einer solchen japanischen Teezeremonie teilnimmt. Im fernöstlichen Teekult betritt der Gast die schlichte Hütte (Loge heißt ebenfalls Hütte) durch eine sehr niedrige Tür um dadurch beim Eintritt an eine demütige Lebenshaltung erinnert zu werden. Im der Teehütte sind dann die gesellschaftliche Schranken aufgehoben. In dieser Hütte wird nur über Themen gesprochen, welche innerhalb des Raumes entstehen und nicht über äußere Begebenheiten und was drinnen besprochen wird, das wird auch nicht nach außen getragen.“

Auszug aus: https://www.derkleinegarten.de/mehr-infos-bilder/symbollexikon/freimaurer.html


Cuidado! – Pass auf, Vorsicht!

Cuidado! Irresponsables Trabajando – Pass auf, Vorsicht! Unverantwortliches arbeiten

 

S-Bahnhof Savignyplatz, Berlin-Charlottenburg


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Upper West


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Elbphilharmonie


Wolkenspiel

ARCOTEL Onyx, Hamburg, St. Pauli


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Bahnhof Elbbrücken


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Dockland


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Neue Bilder von der Elbphi

 


In Lauenburg a.d. Elbe

Lauenburg a.d. Elbe (Altstadt)

weitere Bilder aus der Altstadt Lauenburg a.d. Elbe: https://tom-fotografie.blog/2017/08/30/lauenburg-elbe-altstadt/


Elbkaihaus

„Das heute als Bürogebäude genutzte Bauwerk war ursprünglich ein in den 1960er Jahren erbautes Fischkühlhaus, dessen Obergeschosse an Überzügen abgehängt waren, die optisch in der Dachfläche verschwanden. Diese Konstruktion war notwendig, da die wasserseitigen Stützen nur das Gewicht der Halbportalkräne tragen konnten.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Elbkaihaus


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Kristall Tower


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Elbphilharmonie bei Nacht


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U-Bahnhof Elbbrücken


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Dockland


Rolf-Liebermann-Studio

Nach der Renovierung am 6. März 2000 bekam das große Tonstudio des Norddeutschen Rundfunks (NDR) den Namen „Rolf-Liebermann-Studio“. Benannt nach dem ehemaligen Leiter der Hauptmusikabteilung des NDR. Es hat 455 Sitzplätze und fasst ein vollständiges Musikorchester. Es dient als Probebühne für das Elbphilharmonie Orchester, der Big-Band des NDR und den Chor.

Am 30. August 1931 wurde das kubische Gebäude im Bauhausstil als Synagoge eingeweiht. Architekten waren Felix Ascher und Robert Friedmann. Die Architektur fokussiert auf ein großes Fenster in Form eines stilisierten, siebenarmigen Leuchters. Die Fassade besteht aus Muschelkalk.

Die Inneneinrichtung wurde bei den Novemberprogromen 1938 verwüstet und die Synagoge geschlossen. 1941 ging das Gebäude in den Besitz der Stadt Hamburg über. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mietete der NDR (damals Nordwestdeutscher Rundfunk, NWDR) das Gebäude und baute es zu einem Konzertsaal um. 1953 wurde das Gebäude von der „Jewish Trust Corporation“ gekauft. Es hieß nun „Studio 10“ oder „Großer Sendesaal des Funkhauses Hamburg“.

Die bekannten Hörfunksendungen „Wer fragt gewinnt“, „Spaß muß sein“, „Kleine Leute, große Klasse“ und „Allein gegen alle“ mit Hans Rosenthal wurden hier produziert. Die Sendung „Sonntakte“ wurde hier aufgezeichnet und an Sonntagen um 11 Uhr ausgestrahlt. Auch „NDR das neue werk“, eine seit 1951 etablierte Sendereihe des NDR entsteht hier.

Seit 1982 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Das Mahnmal der Künstlerin Doris Waschk-Balz vor dem Gebäude erinnert an die Schändung des Gebetshauses.

weiterführende Links:


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Großer Festsaal – Hamburger Rathaus


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Wasserschloss Hamburg-Speicherstadt


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Hansestadt Stade


Silberling – Hamburg City Nord


Affenfelsen

Der ehemalige Sitz der Oberpostdirektion Hamburg, die Postpyramide, wurde 1977 fertiggestellt. Einst als „Affenfelsen“ verspottet, war die Büroburg Sinnbild für die seelenlose Betonarchitektur der 1960er/70er Jahre. Andere priesen den Betonkomplex als erhaltenswertes Architektur-Relikt des Brutalismus.

Da eine Sanierung wegen der Asbestverseuchung, mangelhaftem Brandschutz sowie ungünstiger Raumzuschnitte unwirtschaftlich gewesen wäre wird nun der Gebäudekomplex abgebrochen.

Die Pläne für das Neubau-Projekt mit Namen „Ipanema“ sollen 520 Wohnungen, Büros und Läden beinhalten.


tanzende Türme


Fussgängerbrücke CTT


Speicherstadt Hamburg

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Baubeginn der Speicherstadt war 1883. Dabei wurden die ab dem 16. Jahrhundert entstandenen Wohnviertel auf den Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm abgerissen. Kehrwieder galt als Arbeiter- und Handwerkerviertel mit sehr enger Bebauung. der Wandrahm war vor allem mit mit Kaufmanns- und Bürgerhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert bebaut. Im Zuge der Baumassnahmen wurden 1.100 Häuser abgerissen. Es mussten 20.000 Menschen umgesiedelt werden. Viele kamen in den schnell erbauten Arbeitervierteln Barmbek und Hammerbrook unter. Kaufmannsfamilien und Bürger vom Wandrahm bauten ihre Sommerhäuser an der Alster oder Elbe zu Hauptwohnsitzen um.

Notwendig wurde der Bau der Speicherstadt mit der Reichsgründung 1871 und dem damit verbundenen Zollanschlussabkommen von 1881 um die Aufnahme der Stadt Hamburg in den Deutschen Zollverein zu ermöglichen. Um den Handel im Hafen nicht durch Zölle zu belasten, wurde die Schaffung eines Areals nötig, das als Freihafen nicht dem deutschen Zollgebiet angehörte. In dieser Enklave sollte weiterhin das angestammte Privileg der Hamburger Kaufleute gelten, Importgüter zollfrei lagern, veredeln und verarbeiten zu dürfen. Als Hamburg 1888 dem Deutschen Zollverein beitrat, wurde termingerecht der erste Abschnitt der Speicherstadt als Freihafengebiet eröffnet. 1898 war das Bauprojekt zu zwei Dritteln fertiggestellt. Die weiteren Bauarbeiten im östlichen Teil konnten noch vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 beendet werden. Die Speicherstadt bestand ursprünglich aus 17, heute 15, Lagerkomplexen, die als Blöcke von A–X, unter Auslassung von F, I, alphabetisch nummeriert sind. Die Blöcke Y und Z, die für die Ericusspitze vorgesehen waren, wurden nicht mehr gebaut.

Durch die Zunahme des Containerumschlags und der damit verbundenen Verlagerung der Umschlagplätze sowie automatisierter Lagerverwaltungssysteme, die die Erfassung unverzollter Ware an jedem Ort ermöglichen, wurde der Freihafenstatus der Speicherstadt entbehrlich. Im Jahre 2003 wurde die Freihafengrenze verlegt und zunächst der Bereich Kehrwieder aus dem Freihafengebiet herausgenommen. Seit 2004 liegt das gesamte Gebiet der Speicherstadt außerhalb des Freihafens und ist somit – mit Ausnahme der zahlreichen Teppichlager – zollrechtlich Inland. Die Zollgrenze verlief zunächst weiter südlich kurz vor den Hamburger Elbbrücken und wurde 2013 vollkommen abgeschafft. Diese Verlagerung diente der Vorbereitung für den Aufbau der HafenCity, die auch die historische Speicherstadt umfasst.

Am 5. Juli 2015 wurden die „Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus“ auf der 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Bonn in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Speicherstadt

 


Das Chilehaus

Das Chilehaus – UNESCO Weltkulturerbe

„Erbaut 1922-24 nach dem Entwurf von Fritz Höre für den hanseatischen Kaufmann Henry Bratens Slogan, benannt nach dem Land, in dem der Bauherr drei Jahrzehnte tätig war.

Das Chilehaus war das erste Kontorhaus im Sanierungsgebiet südlich der Steinstraße. es wurde das Hauptwerk seines Architekten und eine der bedeutsamsten Schöpfungen des Expressionismus in der deutschen Architektur. Mitten in der Inflationszeit begonnen, wurde es zum Ausdruck des Aufbauwillens der Hamburger Wirtschaft nach dem 1. Weltkrieg.“ Quelle: Infotafel an der Fassade


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Sprinkenhof – Hamburg, Kontorhausviertel

https://de.wikipedia.org/wiki/Sprinkenhof


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TU-Hochhaus Berlin

„Der Stadtplaner Bernhard Hermkes gewann 1955 einen Wettbewerb für die Gestaltung des Ernst-Reuter-Platzes. Durch seinen städtebaulichen Entwurf waren die Abmessungen und Geschosszahlen der Gebäude rund um den Platz vorgegeben. Die Architekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger planten daraufhin das an der Ecke Bismarckstraße/Otto-Suhr-Allee für rund zehn Millionen Mark errichtete Hochhaus.

Der Stahlbeton­skelettbau hat eine Fassade aus Sichtbeton. Die Aufzugsanlage mit insgesamt fünf Aufzügen befindet sich in der Mitte des Gebäudes, wobei der Lastenaufzug im Laufe des Jahres 2007 zu einem Feuerwehraufzug umgebaut wurde. Die beiden Treppenhäuser sind als schmale Türme außen an die Seiten des Hochhauses angesetzt und werden vor allem als Fluchttreppe genutzt. An Vorder- und Rückfront sind vier vertikal verlaufende und sich nach oben verjüngende Stützen aus Stahlbeton. Zum Ernst-Reuter-Platz hin zieht sich auf dem fensterlosen linken Seitenband von oben nach unten der Schriftzug „TECHNISCHE UNIVERSITÄT“; ebenfalls links ist auf dem Dach aktuell (2015) das Logo der Deutschen Telekom als Leuchtreklame aufgestellt. Früher stand vertikal „TELEFUNKEN“ und auf dem Dach war rechts das Kürzel der Muttergesellschaft AEG zu sehen.

Der Haupteingang liegt zum Platz hin, wo Erdgeschoss und erstes Obergeschoss mit großen, schaufensterartigen Verglasungen versehen sind. Die Fensterreihen werden durch waagerechte vorkragende Gesimse betont. Die Brüstungen sind mit Mosaiken aus grün-schwarzem Glas verkleidet. Auf der Westseite befindet sich ein zum Haus gehörender kleiner Parkplatz mit einem weiteren Eingangsbereich.

In zwei Umbauphasen wurden zwischen 2005 und 2007 mehrere Etagen komplett umgestaltet. Die vorhandene Zellenstruktur der Büros wurde für den damaligen Nutzer Deutsche Telekom Laboratories (heute: Telekom Innovation Laboratories) in eine offene Bürolandschaft mit Desksharing-Arbeitsplätzen umgebaut. Das Konzept wird durch sehr individuell gestaltete Besprechungsräume, Denkerzellen und eine interne Cafeteria für informelle Kommunikation bestimmt. In der zweiten Umbauphase entstand auch eine neue Laboretage im 15. Obergeschoss und ein Konferenzbereich im 20. Obergeschoss. Das innovative Konzept zur Lichtsteuerung wurde im Februar 2007 mit dem internationalen DALI-Preis ausgezeichnet. Des Weiteren erfolgte im gesamten Gebäude die Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen, unter anderem durch das Einbringen einer Wassernebel-Löschanlage. Von Juni 2009 bis Mitte 2010 wurde die Westfassade renoviert.“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Telefunken-Hochhaus

Auch dieses Gebäude wurde mit einem – für Berlin so typischen – Spitznamen versehen: Wegen seines Grundrisses bekam das Hochhaus den Namen „Brikett“.

Aussicht vom TU-Hochhaus Berlin: https://tomdot.wordpress.com/2016/06/08/aussicht-vom-tu-hochhaus/


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Tanzende Türme

Die Tanzenden Türme oder Tango-Türme stehen in Hamburg an der Reeperbahn Nr. 1 auf einem Dreieck zwischen den Straßen Reeperbahn, Zirkusweg und Beim Trichter. Sie befinden sich am Eingang zum Stadtteil St. Pauli, in unmittelbarer Nähe zum U-Bahnhof St. Pauli und Spielbudenplatz. Die Türme wurden in der Zeit von September 2009 bis Mitte 2012 nach Plänen des Architekturbüros BRT (Bothe, Richter, Teherani) fertiggestellt und vom Strabag-Konzern finanziert. Das auffälligste Merkmal des preisgekrönten Entwurfs ist die geknickte Fassadenkonstruktion aus Glas und Stahl.

Hauptmieter der Büroräume sind die Hamburger Gesellschaften des Strabag-Konzerns. Mit rund 500 Mitarbeitern beziehen sie etwa 15.000 m² des Gebäudes. In der 23. und 24. Etage und damit etwa 105 Meter über Elbniveau wurde im Oktober 2013 Hamburgs höchstes Restaurant namens „Clouds“ mit Bar und Dachterrasse eröffnet. Das Gastronomie-Projekt verfügt über eine Fläche von rund 540 m² plus 235 m² Dachterrasse und bietet Platz für insgesamt bis zu 350 Gäste. Betreiber sind die Gastronomen Marc Ciunis und Christoph Strenger sowie der Unternehmer Andreas Fraatz, die bereits andere Betriebe in Hamburg St. Pauli führen.

Im Erdgeschoss der Tanzenden Türme sendet der Musiksender Radio Reeperbahn. Offizieller Sendestart war am 10. November 2012. Der Musikclub „Mojo Club“, der schon die Vorgänger-Immobilie für Musikveranstaltungen nutzte, bietet auf 1600 m² Fläche in einem Teil des Erdgeschosses sowie auf zwei Ebenen im Untergeschoss Platz für 800 Besucher. Damit eröffnete ein Trendsetterclub von St. Pauli – zehn Jahre nachdem er offiziell schließen musste – wieder.

Auf dem Gelände befand sich von 1889 bis 1942 das beliebte Tanzlokal „Zum Trichter“. 1958 wurde hier die Astra-Bowlingbahn mit dem China-Restaurant „Mandarin“ errichtet. Von 1962 bis Ende 1988 befand sich hier neben dem Mandarin auch das Musikgeschäft „Music City“. Aufgrund des geplanten Abrisses (Asbest) stand das Gebäude dann allerdings lange leer. Von 1991 bis 2009 wurden die Räume des China-Restaurants als „Mandarin-Kasino“ und später als „Mojo Club“ für Musik-Veranstaltungen genutzt. In die gut 2000 m² der leerstehenden Bowling-Bahn zog 2004 die Künstlervereinigung SKAM e.V. ein.

Stand Juli 2017
Quelle: Wikipedia

Beitrag zum Thema „Experimental“ von Weekly Photo Challenge.


Fototour durch Bad Gastein

Bad Gastein ist ein Kur- und Wintersportort mit etwa 4500 Einwohnern im Gasteinertal im Bundesland Salzburg in Österreich. Die Gemeinde liegt 1002 Meter über dem Meer am Fuße des Graukogels und des Stubnerkogels. Der Ort gehört zu den Nationalparkgemeinden des Nationalparks Hohe Tauern.

Die Tour startet am Mozartplatz und führt in südlicher Richtung die Kaiser-Franz-Josef-Straße entlang. Vorbei an der Christophorus-Kirche geht es Richtung Zentrum in einem Bogen zum Kongresshaus. Weiter zur „alten Mitte“, dem Straubinger Platz mit Badeschloss, Postgebäude und Hotel Straubinger. Endpunkt ist das Hotel Villa Excelsior in der Kaiser-Wilhelm-Promenade.

Noch stehen die denkmalgeschützten Häuser der „Belle Epoque“ leer und verwaist. Doch nun zeichnet sich, nach jahrelangem Streit, Rettung für die historische Bausubstanz im Zentrum Bad Gastein ab. Nach der Sanierung sollen die Häuser an Investoren verkauft und wieder touristisch genutzt werden. Das Land Salzburg wird über den Salzburger Wachstumsfonds die Liegenschaften im Wege der hundertprozentigen Tochtergesellschaft „Straubingerplatz Immobilien GmbH“ übernehmen.


Thermencongress – Badgastein

Planung 1966 bis 1969
Architekt Gerhard Garstenauer, Salzburg, Austria
Bauzeit 1970 bis 1974
Sieben geschossiges Mehrzweckgebäude, „Tiefhaus“
Stahlbeton-Fertigteile, Ortbeton

Der Architekt Gerhard Garstenauer schreibt in seinem Buch „Interventionen“:

„Den hochragenden Hotelbauten (in Badgastein) wurde eine Horizontale – sichtbarer Ausdruck eines Ortes der Begegnung – entgegengesetzt. Die Anlage staffelt sich so nach unten, dass den Besuchern stets die Aussicht auf Tal und Gebirge erhalten bleibt.“ … „Das Bauwerk wurde am Steilhang des Talschlusses unterhalb der Hauptstraße so situiert, dass die volle Länge von 130 Meter zwischen den Hotels Sponfeldner und Weismayr ausgenützt werden konnte. Es entstand ein siebengeschossiges „Tiefhaus“, das in seinem Mittelteil 14 Meter über die nördliche Fluchtlinie der genannten zwei Hotels wie ein mehrreihiger Balkon in die Felsschlucht vorspringt. Auf diese Weise wurde ein Bauareal von über 50 Meter Breite erreicht. Von besonderer Bedeutung ist dies für das Geschoss auf dem Niveau der Straße, denn hier wurde durch entsprechende Gliederung der Hauptplatz und ein Zentrum ausgebildet, das dem Ort bis dahin abgegangen war. Der ganze, rund 30 Meter hohe Bau wurde im Baukastensystem aus Stahlbeton-Fertigteilen über einer Stützebene in Ortbeton errichtet.“

Terrasse

„Die Außenwände wurden aus Glas und Holz gefertigt, aus Glas nicht zuletzt deshalb, weil sich vom Standort des Gebäudes aus eine prachtvolle Fernsicht in das Gasteinertal bietet. Ringsumlaufende Terrassen, zu denen sich die dahinter geschützt liegenden Räume öffnen und auf denen man entlang wandern kann, erschließen einen gesteigerten Eindruck der Umgebung. Die Eingangshalle wurde allseitig verglast, um den Blick von der Straße aus ins Tal freizuhalten und einen Anreiz zum Betreten des Gebäudes zu geben.“ Das Galeriegeschoss ist „umgeben vom Foyer mit mobilen Garderoben. Im Norden das Foyer mit den Haupttreppen und den Liftgruppen. Im Süden der Verbindungsgang unter der Gasteiner Hauptstraße zum Haus Austria und zur Parkgarage. Im Osten Kongressräume mit mehreren Kongressbüros. Im Westen das Casino sowie Nachtlokal mit gemeinsamer Eingangshalle.“

„Im Zentrum der Mehrzwecksaal, dessen Fußboden je nach Bedarf in Einzelsegmenten der Höhe nach verstellbar ist; die Wände des Saals sind zum umlaufenden Foyer hin zu öffnen. Im Norden liegt das Foyer mit den Haupttreppen und den Liftgruppen. Im Süden schließen an den Saal Dolmetsch- und Technikkabinen an. Im Osten das Sekretariat, vier Künstlergarderoben, Waschräume, Räume für Arzt, Friseur, Polizei und Feuerwehr sowie eine weitere WC-Gruppe. Im Westen ist das Kongress-Restaurant mit der Küche und allen erforderlichen Nebenräumen angeordnet. Im Depotgeschoss ist die Vorrichtung zum Heben und Senken der einzelnen Saalbodensegmente montiert. Weiter finden sich Aufenthaltsräume für das Personal, eine Werkstätte, große Lagerräume etc.“

Für das Kongresszentrum in Bad Gastein erhielt Gerhard Garstenauer den Salzburger Architekturpreis.

Heute ist das Bauwerk dem Verfall preisgegeben. Der Zugang zum Gebäude ist verboten! Alle nachstehenden Fotografien durch die Fenster der Eingangshalle.

Eingang – Galeriegeschoss

weitere links zum Thema:

Gastein im Bild

Wikipedia – Kongresshaus Bad Gastein

Geht Gastein baden?

Leben mit dem Schandfleck im Ortskern

Bad Gastein: Philippe Duval schmiedet Millionenpläne.

Pläne der Gasteins Historic City GmbH

Geschichte-Tradition

Roland Vater: Eine Liebeserklärung an Bad Gastein

SOS Brutalismus Homepage


Kongresshalle (Berlin)

https://tomdot.wordpress.com/2016/06/16/haus-der-kulturen-der-welt/


Berliner Philharmonie


Dockland – Altona


Der Schnoor

http://www.bremen-schnoor.de/index.php?id=235


Bremen – Böttcherstraße


Strukturen

Weekly Photo Challenge: Structure


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ganzheitliches Bauen – IBA Hamburg

http://www.iba-hamburg.de


Galerie

Hamburger Behörde für Umwelt und Energie


Galerie

U-Bahnhof Heidelberger Platz

 

 

 

 

Unterwelten – Die Berliner U-Bahn

Stammstrecke

Als Werner von Siemens 1879 auf der Gewerbeausstellung in Berlin mit seiner „Elektrischen“ die Fachwelt beeindruckte, konnte noch niemand ahnen, dass dies der Beginn der Berliner U-Bahn sein sollte. Schon am 10.Januar 1863 wurde die erste dampfbetriebene U-Bahn der Welt in London eröffnet, welche 1890 um eine elektrische Röhren-Untergrungbahn erweitert wurde. Nach abgelehnten Anträgen von 1880 und 1883 reichte die Firma Siemens & Halske 1891 erneut den Plan für den Bau einer elektrischen Hochbahn vom Stralauer Tor bis zum Zoologischen Garten ein. Am 10.09.1896 erfolgte in der Gitschiner Strasse  der erste Spatenstich für die sogenannte Stammstrecke. Die geplante Bauzeit von zwei Jahren konnte nicht eingehalten werden, da nach zähen Verhandlungen mit der Stadt Charlottenburg beschlossen wurde in der Tauentzienstraße keine Hochbahn, sondern eine Unterpflasterbahn zu bauen und diese bis zum Knie, dem heutigen Ernst-Reuter-Platz zu verlängern. Durch positive Erfahrungen mit dieser Bauweise entstand der Plan eine unterirdische Abzweigung zum Potsdamer Platz zu realisieren um jederzeit die Möglichkeit einer Verlängerung in das Berliner Stadtzentrum zu haben. Im Februar und März 1902 wurde die Stammstrecke offiziell eröffnet und im Dezember des selben Jahres bis zum Knie verlängert. Die Verlängerung bis zur Warschauer Brücke wurde schon im August in Betrieb genommen.

Die Charlottenburger U-Bahn

Der ehrgeizige Plan der Charlottenburger Bürger, anlässlich der Zweihundertjahrfeier Charlottenburgs, das am 27.05.1905 eingeweihte neue Rathaus in der Berliner Straße an die U-Bahn anzuschließen, führte zu weiteren Verhandlungen mit der Hochbahngesellschaft. Es gab jedoch schon eine Straßenbahnverbindung über die Berlinerstraße zum Rathaus. So entschieden sich die Verantwortlichen die Trasse, vom Knie unter der Bismarckstraße weiter nach Westen und dann mit einem Bogen nach Norden zum Endpunkt Wilhelmplatz, zu verlängern. Die Eröffnung dieser Strecke fand am 14. Mai 1906 statt. Die Erschliessung des Charlottenburger Westens um neue Investoren in die Stadt zu holen war ein weiteres Prestige-Objekt. Deshalb wurde schon bald eine Erweiterung der Strecke in die Planung aufgenommen. Diese sollte vom Bahnhof Bismarkstraße aus, in gerader Linie den Kaiserdamm hoch, bis zum Reichskanzlerplatz führen. Der heutige U-Bahnhof Deutsche Oper ist so zum ersten viergleisigen U-Bahnhof Deutschlands geworden. Am 29.März 1908 wurde diese Linie offiziell eingeweiht. Durch die Länge der gesamten Strecke wurde auch ein neuer Betriebsbahnhof nötig. Auf der Suche nach einem passenden Grundstück trat die preussische Forstverwaltung auf den Plan. Die Hochbahngesellschaft erwarb 14 ha Land und verpflichtete sich eine Streckenverlängerung  bis zum Grunewaldstadion und der Rennbahn Ruhleben zu errichten. Die Anbindung vom Reichskanzlerplatz zum Endbahnhof Stadion sollte vorerst nur für Betriebs- und zu Gelegenheitsfahrten bei Veranstaltungen genutzt werden. Dieser Streckenabschnitt ging im November 1913 in Betrieb. Die Station Neu-Westend wurde nur im Rohbau, also als Geisterbahnhof errichtet, da das Wohngebiet noch zu dünn besiedelt war. Erst 1922 wurde der sehr spartanisch ausgestattete Bahnhof Neu-Westend jetzt seiner Bestimmung übergeben. Diese, „Charlottenburger U-Bahn“ genannte Strecke, wurde erst im Jahr 1929 um eine Station Richtung Spandau erweitert.

Die Wilmersdorfer U-Bahn

Die Gemeinde Wilmersdorf begann um 1895 mit der baulichen Erschließung des Geländes um die heutige Bundesallee und dem Hohenzollerndamm. In wenigen Jahren waren die Gebiete entlang der Uhlandstraße bis hin zum Fehrbelliner Platz erschlossen. Daher gab es im Gemeinderat von Wilmersdorf bereits 1899 erste Überlegungen zum Bau einer Schnellbahn, die diese Wohngebiete mit dem Berliner Stadtzentrum verbinden sollte. Diese Bahn sollte ab Zoologischen Garten dem Hohenzollerndamm folgend bis zur heutigen Clayallee geführt werden. Im Sommer 1907 bot die Hochbahngesellschaft erstmalig öffentlich der Gemeinde Wilmersdorf an, die Wilmersdorfer U-Bahn am Wittenbergplatz in das Netz der Stammstrecke einzufädeln. Sie soll  in südwestlicher Richtung zunächst durch Wilmersdorf und weiter durch das geplante Rheingauviertel bis nach Dahlem führen. Generell wurde beim Bau der Wilmersdorfer U-Bahn auf eine gehobene künstlerische Ausstattung Wert gelegt. So verzichtete der Architekt Wilhelm Leitgebel zum Beispiel auf offene Stahlstützen und nackte Trägerdecken in den Bahnhöfen. Die Stützen sind mit Fliesen verkleidet und die Decken mit Kassettenstuck versehen. Auch die Zugänge strahlten mit ihren steinernen Umwehrungen eine gewisse Würde aus und distanzierten sich völlig von den Grenanderschen Standard-Eingängen der Hochbahngesellschaft. Natürlich war dies alles auch eine Antwort Wilmersdorfs auf die U-Bahnbauten der Hochbahngesellschaft und insbesondere der Nachbargemeinden. Im Vorfeld hatte es um den Bau dieser U-Bahn heftige Reibereien mit der Stadt Charlottenburg gegeben. Es ging, wie so oft, ums Geld. Wilmersdorf erhielt einen Baukostenzuschuss der Domäne Dahlem, wenn die Strecke bis an die Dahlemer Gemarkungsgrenze herangeführt würde. Die erforderliche Baugenehmigung einen Anschluss an die Stammstrecke zu erhalten, wurden von Charlottenburg so lange behindert bis die Verträge für die Ku’Damm- Linie unterschrieben waren. 1912 wurde der, von Alfred Grenander umgebaute, U-Bahnhof Wittenbergplatz in Betrieb genommen. Vom alten Bahnhof aus dem Jahre 1902 ist nichts übrig geblieben. Der neue Bahnhof verfügt über fünf Gleise, wovon zunächst nur zwei Gleise in Betrieb sind. Oberirdisch wurde eine Eingangshalle erbaut, die den Platz völlig beherrscht. Am 12.Oktober 1913 ging die Wilmersdorf-Dahlemer U-Bahn in Betrieb.

 

weitere Beiträge über das „Alte Berlin“:

http://charlottenburgwilmersdorf.photo.blog